Kontaktmöglichkeit für ehemalige Heimkinder

Aufgrund von aktuellen Zeitungsmeldungen (StZ vom 25.2.2019) über Gewalterfahrungen im Kinderheim St. Josef in Ludwigsburg-Hoheneck bieten wir allen ehemaligen Heimkindern an, sich über folgende Kontaktmöglichkeiten zu melden, und uns ihre Erfahrungen mitzuteilen. Unser Anliegen ist zum einen, Sie zu unterstützen und die Geschehnisse aufzuarbeiten:

1. Direkt an die derzeitige Hausoberin des Ordens Sr. Edith Riedle in Hoheneck: 
07141-48886 425 oder online über st.josef-sr.edith@arcor.de  

2. Über die Hotline des Caritasverbandes Rottenburg-Stuttgart e.V.: 0800-4 300 400 oder online über www.caritas-gegen-missbrauch.de

3. Soweit Sie darüber hinaus unmittelbar ein Gespräch mit einer Vertreterin der Diözese Rottenburg-Stuttgart suchen: über die Hauptabteilung Caritas, Dr. Irme Stetter-Karp, Telefon: 0711-9791 390 oder online über HA-VI@bo.drs.de

4.  Wenn Sie eine unabhängige Anlaufstelle wünschen, wenden Sie sich an das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München unter der hierfür eingerichteten E-Mail-Adresse: josefsheim@ipp-muenchen.de. Weitere Informationen zum Institut und der Erreichbarkeit finden Sie im folgenden Text.


Nachtrag vom 17.04.2019:

In Bezug auf Vorwürfe der Ausübung von Gewalt und Vernachlässigung bzw. Lieblosigkeit im Kinderheim St. Josef in Hoheneck startet das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) aus München heute einen Aufruf an mögliche Opfer und Zeitzeugen, um den Forderungen nach unabhängiger Aufarbeitung nachzukommen.

Aufruf an mögliche Opfer von Gewalt und Vernachlässigung im katholischen Josefsheim in Ludwigsburg-Hoheneck

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Anfang des Jahres wird in der Presse  über Gewalt, Vernachlässigung und Demütigungen im ehemaligen, im Jahr 1992 geschlossenen Kinderheim St. Josef in Ludwigsburg-Hoheneck berichtet. Von kirchlicher Seite wurden hierzu Anlaufstellen genannt, an die sich bereits etliche ehemalige Heimkinder gewandt haben, die in Hoheneck von Gewalt und drakonischen Strafen betroffen waren. Von Betroffenen wurde jedoch auch der Wunsch nach einer unabhängigen Anlaufstelle geäußert, bei der sie ihre Erfahrungen schildern können. Diesem Wunsch ist die Ordensleitung nachgekommen und hat uns - das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München - damit beauftragt, Berichte über die Heimzeit zu sammeln. Diese Berichte sollen die Grundlage für eine weitere Aufarbeitung der Geschehnisse sein. 

Um möglichst fundierte Aussagen über die im Raum stehenden Vorwürfe und die Umgangsweise der Ordensleitung damit treffen zu können, sind wir darauf angewiesen, dass sich bei uns Menschen melden, die entweder selbst gewaltsame Übergriffe oder Vernachlässigungen erlitten oder davon als Zeugen Kenntnis erlangt haben. 

Im Sinne der Aufarbeitung ist es unser Ziel, mit Betroffenen , die sich über den Aufruf gemeldet haben,  sowie mit ehemaligen Mitarbeiter*innen des St. Josefsheims, Verantwortlichen des Trägers und weiteren Personen, die etwas zur Aufklärung der Sachverhalte beitragen können, Interviews zu führen.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns entsprechende Informationen zukommen lassen und laden Sie daher herzlich ein, mit uns Kontakt aufzunehmen. Das betrifft auch all jene, die sich bereits bei einer anderen Anlaufstelle gemeldet haben. 
 

Ihre Meldung kann über die hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse

josefsheim@ipp-muenchen.de

oder im Zeitraum 23.04.2019 bis 10.05.2019 unter der
Telefonnummer 0162 5821473 zu folgenden Zeiten geschehen:
Montag & Freitag jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr
Dienstags, Mittwochs & Donnerstags jeweils von 17 Uhr bis 19 Uhr. 

Ihre Angaben werden von uns selbstverständlich streng vertraulich behandelt. 

Das IPP ist ein unabhängiges sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in München und steht in keinem Abhängigkeitsverhältnis bzw. Interessenkonflikt mit der katholischen Kirche oder anderen religiösen Einrichtungen. Die Mitarbeiter des Instituts verfügen über umfassende Erfahrungen in der Aufarbeitung von Missbrauchs- und Misshandlungsfällen u.a. in kirchlichen Einrichtungen.

Weitere Informationen zum IPP können Sie unter http://www.ipp-muenchen.de/ erhalten.

IPP Anlaufstelle Bericht Hoheneck 2019