Jubiläum

Ludwigsburg

10 Jahre Migrationszentrum Ludwigsburg

Das MIZ, wie das Migrationszentrum in Kurzform genannt wird, war ursprünglich eine Idee von Sozialarbeitern verschiedener Träger. Die Arbeiterwohlfahrt Stuttgart und Ludwigsburg, das Deutsche Rote Kreuz, der Kreisdiakonieverband Ludwigsburg und die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz verfolgten die Idee weiter und schlossen sich mit der Stadt Ludwigsburg zusammen. Sie bündelten ihre Kräfte und schufen eine zentrale Anlaufstelle für Migranten im Zentrum Ludwigsburgs, die mittlerweile ein fester Bestandteil der Beratungslandschaft im Landkreis ist.

Seither werden jedes Jahr hunderte Gespräche mit Migrantinnen und Migranten aus allen Herrenländern geführt. Dabei geht es um Themen wie Spracherwerb, Schule, Ausbildung, Arbeit, aber auch um familiäre Anliegen, Aufenthaltsstatus oder Begegnungsmöglichkeiten.

Lobende Grußworte sprachen der erste Bürgermeister Konrad Seigfried und der Vorsitzende der LIGA Martin Strecker. Außerdem war der katholische Dekan Herr König, der evangelische Dekan Herr Speck sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen und der Politik unter den Gästen.

Für die musikalische Umrahmung sorgte Alex Tumania mit angenehmer Klaviermusik, die eine lockere Atmosphäre im Bärensaal schaffte.

Das Highlight war das syrische Buffet, zubereitet und serviert von Obada Alkreashe. Er lebt seit Anfang 2016 in Deutschland und stammt aus Syrien. Schon als 13-Jähriger half er nach der Schule im Lebensmittelgeschäft seines Vaters in Aleppo mit. Nach dem er hier zunächst Deutsch lernte, ein FSJ an einer Förderschule in Bietigheim machte und dann verschiedene Praktika und Jobs absolvierte, hat er zwischenzeitlich einen europäisch-arabischen Laden namens La Lumière in Freiberg am Neckar eröffnet, der einen Mittagstisch und Lebensmittel aus aller Welt anbietet.

Kein anderes Buffet hätte besser zum 10-jährigen Bestehen des MIZ gepasst!

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